Lernen mit digitalen Mittel an der MGS 2020/2021

Die Fernbeschulung im Frühjahr 2020 traf uns vor Abschluss der jahrelangen infrastrukturellen Modernisierungsmaßnahmen an der digitalen Ausstattung. Insofern konnte auch keine ausreichende Schulung des Kollegiums und der Schülerschaft erfolgen, zumal niemals eine Fernbeschulung geplant war, sondern nur eine Erweiterung der unterrichtlichen Möglichkeiten durch digitale Mittel.

Der Schulträger hat seine Bemühungen in diesem Bereich 2020 erfolgreich intensiviert.

Im Kollegium ist neben der Bewältigung eines Schulbetriebs unter Corona-Bedingungen viel Arbeit in diesen Prozess der Digitalisierung investiert worden, begleitet und angeleitet von unserer „IT-Gruppe“ um Herrn Strufe, unterstützt auch von Teilen der Elternschaft mit Rat und Tat – vielen Dank!

So ist die Fernbeschulung im Winter deutlich besser angelaufen als vor einem Jahr, natürlich bestehen weitere Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem sind die Arbeitsbedingungen der Schüler*innen zu Hause sehr unterschiedlich, nicht nur technisch.

Die Schulkonferenz hat vor allem auf Elterninitiative über den Vorstand des Schulelternbeirates eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften, Eltern- und Schülerschaft beauftragt, weitere Perspektiven über unser bisheriges IT-Konzept hinaus zu entwickeln.

Wir sind von der Erfahrung ausgegangen, dass die Gemeinschaftsschule in St. Michaelisdonn als iPad-Schule sehr gut durch die Coronazeiten kommt, denn alle Schüler*innen arbeiten mit einem eigenen Tablet, das auch ein Leihgerät sein kann, zu Hause und in der Schule. Auf der Suche nach einem Gymnasium mit einem ähnlichen Modell wurden wir nicht fündig, konnten aber von Erfahrungen aus Husum profitieren: Die Theodor-Storm-Schule arbeitet in der Oberstufe mit iPads, die zuhause und in der Schule genutzt werden.

Im Kollegium ergab sich bei einer Lehrerkonferenz wie auch in der erweiterten Schulleitung eine deutliche Mehrheit für das Eingehen auf die Elterninitiative für elternfinanzierte Tablets im Unterricht und zuhause, orientiert am Modell St. Michel. Schulischerseits wurde ein Konzept zum Einsatz im Unterricht entwickelt, von Eltern ein Finanzierungsplan.

Die von der Schulkonferenz eingesetzte Arbeitsgruppe einigte sich, das Projekt mit den kommenden 9. Klassen im Sommer 2021 zu beginnen. Im Halbjahresbrief des Schulleiters wurde dies Ende Januar veröffentlicht. Beim Schulentwicklungstag wurde der Stand der Dinge im Kollegium vorgetragen und nicht mehr in Frage gestellt, auch der Personalrat befürwortet das Vorgehen.

Die Elternvertretungen der 8. Klassen haben sich ebenfalls nach Vorstellung der Konzepte für die Einführung von iPads in den kommenden 9. Klassen ausgesprochen, die Klassensprecher*innen auch. Bei einer SEB-Sitzung gab es dann eine breite Zustimmung, nur eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Auf der nächsten Schulkonferenz werden die erarbeiteten Konzepte zur Abstimmung gestellt. Wenn diese zustimmt, wird die tatsächliche Einführung zum nächsten Schuljahr natürlich mit den Betroffenen abzuklären sein, ob wirklich mit diesem Jahrgang begonnen werden kann. Mit der endgültigen Entscheidung sind dann die Lehrkräfte zu schulen.

Kreidetafeln und analoges Arbeiten mit Anspruch wird es weiter an der MGS geben. Das Vorhaben bietet unterrichtliche Chancen durch mehr Multimedialität und einen Zuwachs an Gerechtigkeit, damit alle Jugendlichen digitale Endgeräte als Lern- und Arbeitsgeräte nutzen lernen, um auf Ausbildung, Studium und Arbeit der Zukunft mit digitalen Medien vorbereitet zu sein.

Für die anderen Jahrgänge haben wir digitale Endgeräte (PC-Arbeitsplätze und Laptops mit Windows 10 und iPads) für den schulischen Einsatz. Eigene Geräte können jetzt schon im Unterricht in Absprache mit der Lehrkraft verwendet werden, vor allem in der Oberstufe.

 

Matthias Ramm, 18.02.2021