Schrittweise Öffnung der Schulen

Liebe Schüler*innen, Eltern und Beschäftigte der MGS,

mit diesem Schreiben informiere ich über das weitere Vorgehen bei der Beschulung in Zeiten wie diesen an der MGS. Im Rahmen der Vorgaben aus dem Bildungs- und Gesundheitsministerium geben wir vor dem Hintergrund unserer personellen, räumlichen und technischen Möglichkeiten unser Bestes, unterstützt vom Schulträger, dem Kreis Dithmarschen. Wie alle derzeit, „fahren wir auf Sicht“ und passen die Pläne veränderten Gegebenheiten an, notfalls auch kurzfristig: Sicherheit geht vor!

Seit der Schulschließung am 13.3. wird Notbetreuung angeboten und die Fernbeschulung ist ange- laufen zahlreiche Informationen dazu hat es gegeben. Im Rahmen unserer begrenzten Möglich- keiten versuchen wir diese zu optimieren. Die Erfahrungen geben Anstöße zur Fortentwicklung, vor allem aber zur Wahrnehmung seiner Pflichten durch den Schulträger. Herzlichen Dank vielen Lehr- kräften für ihre einfallsreichen Bemühungen sowie Schüler*innen und Eltern für die Unterstützung! Wir sollten alle mit der Lage gelassen und pädagogisch umgehen, Lerninhalte sind in einer solchen Ausnahmesituation nicht das Wichtigste. Die Benotung stützt sich auf die Leistungen bis zum Tag der Schulschließung, Leistungen danach werden nur positiv zur Verbesserung der Note angerechnet. Insofern sind Termine nur Planungshilfen. Der zeitliche Arbeitsaufwand für die Bearbeitung von Aufgaben in einem Fach sollte bei mittlerem Tempo die Schulwochenstunden im Fach umfassen, zuzüglich etwas Hausaufgabenzeit.

Dem Vorstand des Schulelternbeirates und vielen Klassenelternvertreter*innen sei herzlich gedankt für konstruktive Begleitung unserer Arbeit im Kollegium und Schulleitungsteam, auch dem örtlichen Personalrat.

Die Phase 1 vom 20.04. 5.05. der schrittweisen Öffnung der Schulen ist die bisher reibungslos verlaufene Durchführung der schriftlichen Abiturprüfungen. Auch die weiteren Bestandteile der Abiturprüfungen haben Vorrang vor allen anderen Lernangeboten.

Bei der Wiederaufnahme von Präsenzbeschulung gehen Gesundheit und Vorsicht vor. Das bedeutet, dass es vorerst v.a. wegen des Abstandsgebotes keinen Regelunterricht in der Schule mehr geben wird, wie wir ihn kennen. Vom Ministerium festgelegte Jahrgänge erhalten in Teilgruppen von Klassen schulische Präsenzangebote vor Ort in Kombination mit schulischen Lernangeboten für das häusliche Lernen und Arbeiten. Die Hygieneregelungen und Maßnahmen zum Infektionsschutz sind veröffentlicht und werden umgesetzt. Die betroffenen Schüler*innen und ihre Eltern erhalten gesondert Detailinformationen.

In der Phase 2 ab 06.05. bis voraussichtlich 22.05.2020 erhalten unsere 6. Klassen Präsenzangebote; die genauen Umstände wurden bereits mitgeteilt. Kinder mit ungeklärten Symptomen von Atemwegserkrankungen dürfen nicht in die Schule, Kinder, die zu Risikogruppen gehören oder im engen Kontakt zu solchen Personen leben, können beurlaubt und gesondert betreut werden.

In dieser Zeit gibt es für die Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 Beratungsangebote: Sie sind niederschwelliger als die schulischen Präsenzangebote und haben zum Ziel, Schüler*innen in ihrer persönlichen schulischen Situation zu begleiten bzw. zu beraten, Rückmeldungen einzuholen zu Erfahrungen und Ergebnissen aus der Bearbeitung von Aufgaben für das häusliche Lernen, Fragen zu Lerninhalten und Aufgaben zu klären, Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, individuelle Fördermöglichkeiten oder Unterstützungsbedarfe in den Blick zu nehmen und weitere Aufträge, soweit erforderlich, zu erläutern. Diese Beratungsangebote sind nicht verpflichtend in der Schule durchzuführen (wenn überhaupt, dann begrenzt auf sehr wenige zur gleichen Zeit), sondern können auch telefonisch oder über digitale Medien erfolgen

Das ist an der MGS im Wesentlichen schon erfolgt, weil alle Klassenlehrkräfte oder Vertreter*innen Kontakt zu möglichst allen Schüler*innen aufgenommen haben und solche Beratungsbedarfe abgefragt haben. Das wird fortgesetzt. Unsere Schulsozialarbeiterin steht ebenfalls zur Verfügung, die Fachlehrkräfte für Themen ihrer Fernbeschulung. Bei anhaltenden Problemen in dieser Kommunikation wenden sich Schüler*innen und Eltern notfalls auch an das Sekretariat, damit die Stufenleitungen aktiv werden, besonders falls es noch keinen Kontakt gab.

Für alle DaZ-Schüler*innen werden außerdem Unterstützungsangebote organisiert, die individuell vereinbart werden.

In der Phase 3, ab KW 22, sollen planmäßig schulische Präsenzveranstaltungen für die Jahrgänge 8, 9, 10, 11 dazu kommen. Schließlich sollen in Phase 4 auch die Jahrgänge 5 und 7 vor den Sommerferien, aber ohne genaue Datierung, Präsenzveranstaltungen in der Schule erhalten.

An den Tagen der mündlichen Abiturprüfungen in der KW 24 ab dem 8.06.20 sind keine anderen Präsenzveranstaltungen in der Schule zugelassen, die Anzahl der Prüfungstage richtet sich nach der Menge der Prüfungen. Die beweglichen Ferientage sind allerdings für Präsenzbeschulung zu nutzen.

Wir informieren weiter und beantworten Fragen. In Vorbereitung sind Hinweise zu Fremdsprachen- und Wahlpflichtkurswahlen, Elternversammlungen, Schul- und Klassenkonferenzen sowie zu Klassenfahrten.

Matthias Ramm, 2020-05-03