Hygieneplan im Blick auf die angestrebte Corona-Regelbeschulung in der Überarbeitung

Grundprinzip ist neben der individuellen (Hand-)Hygiene, dass in den Klassenräumen das Abstands­gebot aufgehoben wird, aber klassen- und besonders jahrgangsübergreifende Lerngruppen nur in besonderen Ausnahmefällen gebildet werden. Diese „Kohorten“ sollen in der Schule möglichst wenig Kontakt zueinander haben und wenn doch, dann auf Abstand. Mund-Nasen-Schutz bleibt lediglich empfohlen.

Lehrkräfte und Personal werden kohortenübergreifend eingesetzt, sollen aber Abstand halten, so gut es möglich ist. Ggfs. ergänzt um weitere Maßnahmen, soll es möglich werden, fast alle Lehrkräfte auch zur Präsenzbeschulung zu verpflichten, selbst wenn sie bei Infektion gewissen Risiken ausgesetzt sind, etwa altersbedingt.

Was ist mit Schüler*innen, die selbst einem erhöhten Risiko bei Infektion ausgesetzt sind?

Festgelegt ist Folgendes:

 „Schülerinnen und Schüler werden auf Antrag der Eltern unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung von der Präsenzpflicht befreit und aus der Distanz in Unterricht eingebunden, wenn sie selbst einem erhöhten Risiko bei Infektion ausgesetzt sind. In begründeten Fällen kann die Schule eine schulärztliche Bescheinigung verlangen.“ (vgl. Rahmenkonzept zum SJ2020/21 vom 23.06.2020)

Hierbei ist sorgsam darauf zu achten, dass bei den Anträgen auf Präsenzbefreiung auch tatsächlich begründete Situationen im Rahmen des Infektionsschutzes vorliegen.

Schülerinnen und Schüler, die einer Risikogruppe angehören, ergreifen auch in ihrem häuslichen Alltag besondere Schutzmaßnahmen, verbringen den Alltag aber – zumindest größtenteils und auf Dauer – nicht von der Außenwelt abgeschirmt. Vor diesem Hintergrund ist es zumutbar, dass diese unter Vorkehrung besonderer Schutzmaßnahmen die Schule besuchen.

In diesem Zusammenhang ist auch zu prüfen, ob eine reguläre Beschulung mit Unterbringung im Klassenzimmer unter räumlicher Abtrennung (z.B. Abstand zu Mitschülerinnen und Schülern, Plexiglasscheibe usw.) und weiterer Maßnahmen (z.B. Tragen einer FFP2-Maske) eine Alternative zur Befreiung von der Präsenzpflicht darstellen kann. Es werden dann nur einzelne Aktivitäten, bei denen Kontakte nur schwer vermieden werden können, in Distanz fortgeführt oder räumlich und zeitlich getrennt von den Mitschülerinnen und Mitschülern durchgeführt (z.B. Sport), während Präsenzveranstaltungen immer vorrangig durchgeführt werden. Dieses Vorgehen bietet sich ggf. nach Absprache mit dem behandelnden Arzt an.

Voraussetzung für die Beschulung vulnerabler Schülerinnen und Schüler, die attestiert von der Präsenzpflicht, aber nicht vom Unterricht befreit sind, um sie nicht der Gefahr einer Infizierung durch das Coronavirus SARS-CoV-2 auszusetzen, ist die gemeinsame schriftliche Festlegung von Vereinbarungen in Form eines individuellen Beschulungsplans – ähnlich wie bei einem Förderplan. Leistungsnachweise finden ggf. in anderer Form, aber regelmäßig statt.

Bitte wenden Sie sich über die Klassenlehrkraft oder das Sekretariat rechtzeitig an uns, damit wir den bestmöglichen Weg der Beschulung in Ruhe finden.                   M. Ramm, 2020-07-07